Mittwoch, November 14, 2018

Das Arve Tool – Erstellen eines HDR-Gammas nach Mass für JVC Projektoren

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Dieses Thema enthält 192 Antworten und 23 Teilnehmer. This post has been viewed 27949 times Es wurde zuletzt aktualisiert von  mafioso80 vor 1 Tag, 13 Stunden. This post has been viewed 27949 times

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  • #9962 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Ein fröhliches Hallo an alle Arve Fans,

    insb. an Mori, Nero und natürlich Ekki!

    Nun bin ich endlich auch dazu gekommen mich mit Arve zu beschäftigen und konnte auch gleich die neue JVC HDR Gamma Kurve dagegen testen, da sie ganz frisch bei mir angekommen ist.

    Zunächst war der grundlegende Umgang mit Arve zum Glück relativ einfach, dank Mori, Nero und Ekki!

    Dafür noch mal vielen Dank!

    Nun kann ich sagen, dass (zumindest für meinen Geschmack) folgende Kompromisskurve schon mal vorübergehend gut aussieht:

    1. JVC X 7000 auf Lampe hoch und Blende offen (160 nits), alles auf Null gestellt.

    2. Arve (bm 100 / bw 35 / bbi und bbo 0 / sc 200 und bh 1000)

    – Diese Kurve lässt die Sony Patterns bei 0,005 nits erahnen und clippt genau bei 1000 nits

    – Masciola Patterns blinkt 81 (77 lässt sich erahnen) und clippt exakt bei 1000 nits

    So habe ich ein schönes Ergebnis mit gutem Schwarzwert, guter Durchzeichnung und richtig Punch.

    Die JVC HDR Kurve ist auch gut, erfordert aber Arbeit am Schwarzwert (wie Ekki ja schon erwähnte). Da reicht bei mir nicht einfach die Helligkeit des JVC X 7000 zu erhöhen. Da müsste ich Detailveränderungen über die JVC Software machen. Aber brauche ich ja nicht, hab ja Arve.

    Aber wie das als Laie so ist, entstehen auch neue Fragen an die Spezis:

    a. wenn ich bei 0.005 nits Titeln bbi auf 0.005 setze und bbo auf 0 lasse, müsste die Durchzeichnung leiden. Tut sie aber nicht. Wie kommt das?

    b. ich habe ja 160 nits max. Helligkeit bei Lampe hoch gemessen, also natürlich zunächst auch bei bm 160 eingetragen und dann bw 53 um bei bs auf 3 zu kommen. Interessiert Arve aber nicht was ich bei bm eintrage, denn es schreibt bei bm 160 und bw 53 das bs 1,886 ist.
    Wie geht das denn???

    c. Ich verstehe eine Kurve von Nero nicht. Dort wo Du bm = bw = 100 also bs = 1 hast
    Dann ist doch Flächenweiss = Spitzenweiss. Widerspricht das nicht dem HDR Gedanken??

    Vielen Dank für Alles!

    Liebe Grüße, Markus

    #9963 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Bei Punkt 1 hab ich glaube ich einen Denkfehler. Die Durchzeichnung würde da ja bei 0 nits Titeln schlechter werden wenn bbi 0,005 ist.

    #9964 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Punkt Nummer 2 hat sich erledigt. bw mal bs muss ja immer 100 sein egal wie hoch bm ist.

    #9965 Score: 0
    Ekki Schmitt
    Ekki Schmitt
    Keymaster
    51 pts

    Bei Punkt 1 hab ich glaube ich einen Denkfehler. Die Durchzeichnung würde da ja bei 0 nits Titeln schlechter werden wenn bbi 0,005 ist.

    Und umgekehrt der Schwarzwert schlechter,.

    #9967 Score: 2
    BerndFfm
    BerndFfm
    Participant
    2 pts

    Ich benutze keine eigenen Gammakurven mehr !

    Mein selbstgebauter Blurayplayer kann jetzt auch Ultra HD Blurays abspielen. Die Software madVR ermittelt für jeden Frame die maximale Helligkeit und passt die Gammakurve an. 24 oder 60 mal pro Sekunde. Wie bei Dolby Vision oder HDR10+.

    Dunkle Szenen werden detailiert mit viel Durchzeichnung darstellt, der Schwarzwert bleibt gut. Die Highlights werden so komprimiert dass alle Helligkeitsverläufe dargestellt werden, ohne dass es zur Übersteuerung oder Clipping kommt.
    Es kann dabei angegeben werden wo das Soft-Clipping beginnt, also ob man mehr Helligkeit oder mehr Kontrast und Durchzeichnung will. Die Umschaltung kann auch auf eine Taste gelegt werden.

    Der Player geht mit BT.2020 und Gamma 2.2 mit 12 Bit an den Beamer , egal was ich abspiele. REC709 wird automatisch nach BT.2020 umgerechnet.

    Ich kann also wiedergeben was ich will. Im Beamer brauche ich überhaupt nichts einzustellen. Ich kann SDR und HDR Videos nacheinander abspielen, es fehlt dabei sogar die JVC-Gedenkminute. Beim JVC 7000 schaue ich immer mit Farbfilter.

    Hab gerade das erste Kapitel von „Life“ geguckt, als Bluray, als UHD Bluray mit ARVE Kurve und als UHD Rip mit madVR Dynamic HDR. Das UHD Rip mit madVR ist vom Bild optimal, toller Schwarzwert und gute Helligkeit. Gute Durchzeichnung auch wenn helle Stellen vorkommen. Ich bin bisher damit superzufrieden.

    Es fehlen aber noch viele Tests mit mir bekannten Szenen.

    Grüße Bernd

    #9968 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Nachdem ich weiter mit Arve gearbeitet habe, stelle ich fest, dass man leicht verführt wird bs niedriger zu machen und sc höher.

    Dadurch wird das Bild natürlich heller und bekommt noch mehr Punch. Aber man nähert sich auch mehr SDR, denn es bleibt ja immer weniger Reserve für die Highlights und die Differenzierung.

    da den richtigen Mittelweg zu finden, scheint der Schlüssel zu sein.

    bs 2,85 wie bei mir ist schon sehr hell! Habe mal sc 300 ausprobiert, aber dann clippt es schon bei 600 nits. Ich muss dann den Kontrast runterdrehen um auf 1000 nits zu kommen.

    Aber mit der Erniedrigung des Kontrastes treffe ich ja dann auch die mittelhellen und dunkleren Bildanteile. Daher habe ich sc auf 150 erniedrigt und den Kontrast bei Null gelassen um bei 1000 nits zu clippen.

    werde auch nochmal eine Kurve versuchen, die mit bs 2 sehr hell ist aber mit sc 75 früh softclippt und noch eine genau Gegenteilige.

    #9976 Score: 0
    Mori
    Mori
    Participant
    43 pts

    werde auch nochmal eine Kurve versuchen, die mit bs 2 sehr hell ist aber mit sc 75 früh softclippt und noch eine genau Gegenteilige.

    @braddock
    Danke für die Schilderung Deiner Erfahrungen. Diese kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Denn zitierten Ansatz hatte ich später auch mal versucht: quasi ein sehr tifes bs (helles Bild) inkl. niedrigen sc.
    Ich stellte dann fest, dass die Kontraste im mittleren und helleren Bereich nicht mehr stimmten. Am Ende war ich dann wieder praktisch bei den Einstellungen wie wenn ich von „oben“ komme.

    Noch den Fragen a und b.:
    bbi hat zur Folge, dass die Helligkeit für jeden nominellen Nit Wert auf der X Achse (inkl. Schwarzwert) um einen bestimmten Wert reduziert wird. Damit greift man in die Kurve ein. Um das wieder zu kompensieren /korrigieren setzt man das bbo, das überall wirkt mit Ausnahme Schwarzwert. Somit hat man den gleichen Kurvenverlauf (Helligkeit) wie wenn man bbi und bbo auf Null lässt, ausser dass man den besseren Schwarzwert hat. Das ist kompliziert und verwirrt offenbar die meisten: es ist also grundsätzlich etwas für Ordnungsfanatiker, das bbo auch zu setzen. Der zweite Punkt (Vorteil) ist, dass man so die Kurve etwas aufhellen kann, was nahe Schwarz nützlich ist.
    Die Durchzeichnung leidet nicht, weil ja der Kurvenverlauf (Steigung) bleibt bleich. Ausnahme: in Ummittelbarre Nähe um SW. Das sieht man aber nicht bzw. fällt nicht auf.

    Wenn bw 53 ist, dann ist klar dass bs 1.886 ist. bs und bw multipliziert, ergibt immer 100.

    Ich hatte mal bm auf 80 (statt 100) gesetzt. Dann stellte ich fest, dass die Helligkeit des Beamers nicht vollständig ausgenutzt wird (was man auch an der Kurve sieht).

    Punkt c. Sehe ich auch so. Das würde IMO Sinn machen, wenn man eine 1000 Nits Gerät hat. Da wir das aber nicht haben, müssen wir ein Tonmapping durchführen (inkl. bs höher 1 )

    • Diese Antwort wurde geändert vor 11 Monate, 4 Wochen von Mori Mori.
    #9982 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Hi Mori!

    Vielen Dank!

    Deine Erklärungen sind immer sehr gut und detailliert!!!

    Habe gerade ein kleines physikalisches Blackout und blamiere mich mit Folgendem evtl., aber trotzdem:

    Ich messe bei mir JVC x 7000 Blende offen und Lampe high mit Filter 312 Lux also bei 16:9 Leinwand circa 1600 Lumen

    Das sind doch dann in etwa 30 ftl also circa 100 nits.

    Liege ich da bei Allem richtig, oder ist da ein grober Fehler drinnen??

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße Markus

    P.S. heute Abend kommt das Feintuning und eine (bzw. 3) endgültige Kurve ist das Ziel

    #9983 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Leinwand 3 m breit

    #9984 Score: 0
    Ekki Schmitt
    Ekki Schmitt
    Keymaster
    51 pts

    1600 Lumen klingen durchaus realistisch, wieso blamieren?

    #9985 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Blamieren bei der Umrechnung von 312 Lux auf 1600 Lumen (Leinwand 16:9 3m breit) und insbesondere dann die Umrechnung auf 30 ftl und dann auf circa 100 nits.

    ist das alles korrekt umgerechnet??

    Also habe ich dann ja circa 100 nits?

    #9988 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Also nach weiterem Probieren komme ich am Ende auf

    bm 100

    bw 35

    bs 2.85

    bh 1000

    bbi und bbo = 0; ggf. bbi = 0.005, bbo lasse ich bei 0

    sc 150

    Liebe Grüße

    #9989 Score: 0

    braddock
    Participant
    5 pts

    Habe noch eine letzte Frage an die Arve Profis:

    leider habe ich keinen Blu Ray Brenner und spiele dem Panasonic 704 die Masciola Test Patterns via USB Stick an der Front des Panasonic zu.

    wie seht Ihr das Risiko, dass auf diesem Weg (Interner Mediaplayer) die Patterns insb. beim Schwarzwert verfälscht werden??

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße Markus

    #9991 Score: 0
    Ekki Schmitt
    Ekki Schmitt
    Keymaster
    51 pts

    Der interne Media Player ist in der Tat eine große Risikoquelle.
    Ich würde Testbilder von UHD-BDs nehmen, um sicher zu gehen.

    #10201 Score: 0
    Lars
    Lars
    Participant

    Hallo  Habe mir gerade die von JVC zur Verfügung gestellte optimierte Gamma-Kurve aufgespielt. Was genau ist gemeint mit „Schwarzpegel abgleichen“?

    Habe mittels den Testbildern auf einer Sony-UHD die Clipping Grenze von 1000 einstellen können, in dem ich Kontrast auf -6 gestellt habe. Drücke ich „Hide“ wird ein Schwarzbild nicht mehr schwärzer. Andere Regler im Gamma-Menü sind ja auch ausgegraut beim Importgamma.

     

    Ist das alles korrekt so?

     

    LG
    Lars

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