Dienstag, April 23, 2019

DCI Rot – Vergleich zwischen aktuellen Beamern !

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 4 Teilnehmer. This post has been viewed 408 times Es wurde zuletzt aktualisiert von Ekki Schmitt Ekki Schmitt vor 1 Monat. This post has been viewed 408 times

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  • #11799 Score: 0
    Ekki Schmitt
    Ekki Schmitt
    Keymaster
    54 pts

    So, mal zum oft diskutierten DCI Rot:

    In der angehängten Grafik habe ich mal die Rotpunkte einiger aktuellen HDR Beamer eingetragen.

    Wie man sieht, erreichen viele Modelle das volle DCI Rot, nicht nur in hohen Preisklassen, sondern auch in deutlich günstigeren. Allerdings ist der Farbton alleine nicht sehr aussagekräftig, wir brauchen auch die Helligkeit dazu:

    So schafft der Epson TW9400 mit DCI nur so 700 Lumen, das ist recht wenig für HDR, also nur für kleine Bildbreiten nutzbar.

    Der W2700 schafft das DCI Rot tatsächlich auch ohne Filter, also 1200 bis 1400 Lumen, was wirklich gut ist.

    VW270 / JVC N7 und JVC NX9 liegen alle recht gleich auf mit ca. 1100 bis 1200 Lumen. Das sind solide Werte, aber mit Lampenalterung kann es auch hier etwas eng werden.

    Epson LS10x00 ist mit rund 1000 Lumen bei DCI Farbraum auch viel besser als ein Ruf, zumal er Dank Laser das Licht auch über einen laaangen Zeitraum halten kann.

    JVC X5900, 7900, 9900 und Sony VW570 legen mit 1400 bis 1600 Lumen eine gute Schippe drauf. Sie sind im (halbwegs) bezahlbaren Bereich eigentlich unangefochten die Referenz.

    VW5000 ist mit bis zu 4200 Lumen die Referenz, aber das hilft den meisten von uns wenig

    Etwas in Richtung Rot/Orange verschoben ist der Rotpunkt des VW760/870. Das ist wahrscheinlich der Laserlichtquelle geschuldet. Im Direktvergleich kann man das sehen, er kombiniert das aber immerhin mit gut 1700 Lumen Helligkeit, so dass das Ergebnis durchaus als gut angesehen werden kann.

    Noch mehr in Richtung Rot/Orange ist nun das Rot des N5 verschoben. Man kann das in Testbildern und im Direktvergleich auch ganz deutlich sehen. Das heißt aber nicht, dass das Rot des N5 jetzt blass oder total Orange wäre. Das ist lediglich im Verhältnis zur DCI Referenz. Der Eindruck hängt von viele Faktoren ab: Helligkeitslevel, Größe, sonstige Bildkonstellation. Bei einem strahlenden Autorücklicht würde z.B. keiner sagen „das ist aber Orange“. Beim Marvel Logo, vor allem im Vergleich zum DCI Original, sieht das dann schon etwas anders aus. Grob: Je größer und heller die Rotfläche, desto mehr kommt der Orange-Shift zum Tragen.

    Der Grüne Punkt markiert das alte Rec709 Rot, das derzeit noch viele DLP Beamer nutzen, auch für HDR. Ich nenne es immer gerne „Holland Tomaten Rot“: Es ist auch etwas Richtung Orange verschoben, dafür aber auch noch recht blass, wie eine billige Wasser-Tomate halt. Und auch das heißt ja nicht, dass die alte Norm gar kein Rot abbilden konnte. Aber im vergleich zu DCI sieht man die Defizite deutlich. Das Rot des N5 / N7 ohne Filter, ist übrigens genau derselbe Rotton, aber mit deutlich mehr Sättigung!

    Ein Vergleichsbild der Rot-Töne kann man leider schlecht einstellen, da wir hier im Forum ja nur sRGB zur Verfügung haben, kein DCI. Von den Monitoren ganz zu schweigen

     

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    #11802 Score: 0

    Pascal
    Participant
    15 pts

    Herzlichen Dank Ekki für die Tests und die publizierten Ergebnisse!

    #11803 Score: 0

    audiohobbit
    Participant
    3 pts

    Die Rotluminanz (relativ) gehört da eigentlich noch mit dazu und das delta E.

    Immer diese reinen 2D Darstellungen eines Punktes im 3 dimensionalen Raum sind unzureichend.

    Außerdem wichtig für die Praxis wie gut die Abbildung von Rec2020 INNERHALB des vom Gerät möglichen Farbraums ist. Die meisten vorkommenden Farben werden nicht 100 Prozent Sättigung und schon gaf nicht 100 Prozent Helligkeit haben.

    #11804 Score: 0
    Ekki Schmitt
    Ekki Schmitt
    Keymaster
    54 pts

    Die Rotluminanz ergibt sich logischerweise aus der korrekten RGB Kalibrierung auf den D65 Zielpunkt. Das ist bei den 3 Chip Beamern ziemlich selbsterklärend. Alle obigen Werte sind kalibrierte Helligkeiten unter Einhaltung des Zielwertes. Ok, bei den Single Chip DLPs kann es diskussionswürdig sein, das stimmt.

    Obige Darstellung des absoluten Rot-Tons (bis 100% weiß linear korrekt) dient der Veranschaulichung die Limitationen der Beamer-Modelle. Denn auch mit einem guten Mapping können Defizite in falscher Tönung oder Sättigung der Grundfarbe Rot nicht ausgeglichen werden.

    In sofern: Ein korrekter DCI P3 Rot Endpunkt bei D65 Vollweiß Kalibrierung mag zwar noch nicht hinreichend sein, um eine durchgehend akkurate Farbmischung innerhalb des Farbraumes zu gewährleisten, er ist aber auf jeden Fall notwendig. Und darum geht es oben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Gruß,
    Ekki

    #11805 Score: 0

    Pascal
    Participant
    15 pts

    Hi Ekki,
    machst du eventuell auch einen Bericht über den Bereich grün?
    Da gibt es wahrscheinlich noch grössere Unterschiede.

    #11806 Score: 0
    Mori
    Mori
    Participant
    45 pts

    Allerdings ist der Farbton alleine nicht sehr aussagekräftig, wir brauchen auch die Helligkeit dazu:

    Dieser Satz gehört IMO doppelt und dreifach unterstrichen.  Es störte mich schon immer, dass IMO  aus verkaufstechnischen Gründen (Siehe AVS Forum) oder auch weil sich gewisse User einer Marke besonders verpflichtet fühlen, gerne ausschliesslich die sogenannte Farbraumabdeckung gennant wird, die sich aus 2D- Koordinaten ergibt, was alleine schon widersprüchlich ist, wie audiohobbit schon anmerkte. Was nützt mir ein super Katalogwert, wenn ich dafür einen Filter brauche, der zuviel Licht kostet (Extrembeispiel Z1), so dass ich am Ende diese Farbnuancen gar nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Aus diesem Grund bin ich als VW760 User ganz zufrieden, wie Sony das löste, auch wenn ich natürlich auch sehr gerne ein  noch satteres Rot und das gleichzeitig am liebsten mit noch höherer Helligkeit hätte.

    #11877 Score: 0
    Ekki Schmitt
    Ekki Schmitt
    Keymaster
    54 pts

    Allerdings ist der Farbton alleine nicht sehr aussagekräftig, wir brauchen auch die Helligkeit dazu:

    Dieser Satz gehört IMO doppelt und dreifach unterstrichen. Es störte mich schon immer, dass IMO aus verkaufstechnischen Gründen (Siehe AVS Forum) oder auch weil sich gewisse User einer Marke besonders verpflichtet fühlen, gerne ausschliesslich die sogenannte Farbraumabdeckung gennant wird, die sich aus 2D- Koordinaten ergibt, was alleine schon widersprüchlich ist, wie audiohobbit schon anmerkte. Was nützt mir ein super Katalogwert, wenn ich dafür einen Filter brauche, der zuviel Licht kostet (Extrembeispiel Z1), so dass ich am Ende diese Farbnuancen gar nicht mehr richtig wahrnehmen kann. Aus diesem Grund bin ich als VW760 User ganz zufrieden, wie Sony das löste, auch wenn ich natürlich auch sehr gerne ein noch satteres Rot und das gleichzeitig am liebsten mit noch höherer Helligkeit hätte.

     

    Das stimmt.

    Genau deshalb habe ich aber ja im begleitenden Text die verbleibenden Lumen mit aufgelistet.

    Dass solche Details immer gerne von Fans oder Verkäufern unter den Tisch fallen gelassen werden, ist in der Tat bemerkenswert und überrascht ich auch immer wieder.  Der Z1 ist da ein wirklich abschreckendes Beispiel.

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