Wieviel würden Sie für einen „guten“ HeimkinoBeamer für das heimische Wohnzimmer ausgeben? €1000.- ? Oder €2000.-? Oder gar €5000.-. bis €10,000? In alle diesen Preisklassen gibt es unzählige Beamer-Modelle für daheim, sogar auch weit darüber.  Für den persönlichen Sweetspot entscheidet letztendlich, ab welchem Preis man eine Qualität erhält, die den persönlichen Erwatungen entsprechen und wo das absolute Maximum liegt. Und tatsächlich finden die meisten fortgeschrittenen Heimkinofans in der Preisklasse zwischen €2000.- und €3000.- die beste Balance zwischen Qualität und Preis.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_1Die meisten Heimkinos sind hierzulande 
im Wohnzimmer

Die erfolgreichsten Beamer der jüngsten Heimkinogeschichte waren stets flexible Wohnzimmer Allrounder dieser Preisklasse… man erinnere sich nur an Klassiker wie Sanyos „Z“-Reihe , oder Panasonic „PT-AE“ Modelle oder Sonys HW Beamer, oder schließlich Epsons  EH-TW Geräte, sie alle sind für den großen Erfolg von Heimkino in den letzten 15 Jahren verantwortlich.

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Mit dem Sanyo PLV-Z2 begann eine Heimkino-Ära

Umso verwunderlicher ist es da, dass ausgerechnet diese Preisklasse derzeit von nahezu allen Herstellern vernachlässigt wird: Sony hat schon seit zwei Jahren kein Update der HW45/65 gebracht, der Epson TW9400 ist nur ein marginales Update zum TW9300 und geht nun auch schon in das zweite Jahr ohne Änderung und die restlichen Hersteller „tummeln“ sich alle lieber im günstigen Einstiegssegment (<€1500,-) oder dem preisintensiven HighEnd Segment (> €5000.-). Ausgerechnet in der beliebten „Mittelklasse“ tut sich also wenig.

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Bist jetzt, denn endlich hat sich ein weiterer Hersteller dazu entschieden, in dieser Preisklasse einen Kandidaten ins Rennen zu schicken: Die Rede ist von BenQ, die mit ihrem brandneuen Modell W5700 seit Anfang August immer mehr von sich reden machen.

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Der W5700 erfreut den erfahrenen Heimkinofan aber nicht nur wegen seiner Preisklasse, sondern auch, weil es sich um einen Vertreter der DLP Gattung handelt. Denn tatsächlich haben ausgerechnet alle DLP Hersteller diese Heimkinoklasse über viele Jahre hinweg komplett ignoriert und der LCD / LCOS Technologie das Feld überlassen. Das ist besonders schmerzlich, denn gerade der Kampf „DLP gegen LCD“ hat immer wieder für spannenden (& kontroversen) Gesprächsstoff zwischen Heimkinofans gesorgt.

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Die DLP Beamer haben immer mit Schärfe in Bewegungen und feinerer Detailauflösung geglänzt, das LCD Lager hingegen mit Helligkeit, Flexibilität und Farben. Ob das immernoch so ist? Wir nutzen die Gunst der Stunde und veröffentlichen zur Markteinführung des BenQ W5700 nicht nur einen Einzeltest, sondern vergleichen ihn direkt mit dem Evergreen und derzeitigen Platzhirschen seiner Preisklasse, dem TW9400 aus dem LCD Lager „Epson“.

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Wie gut schlägt sich der W5700 in Anbetracht der etablierten Konkurrenz? Gelten die alten DLP Tugenden noch im Direktvergleich? Ist DLP endlich „back“? All diese Fragen (und noch mehr) werden wir in diesem Special ausführlich beantworten. Dabei untersuchen wir alle Aspekte in Ausstattung, Aufstellung, Bildoptionen und Bildqualität einzeln und küren den jeweiligen Gewinner (wenn es einen gibt). Abschließend stellen wir alle Vor- und Nachteile gegenüber und leiten den optimalen Einsatzzweck für beide Modelle ab, die Sie schließlich als Leser mit Ihren persönlichen Präferenzen „abgleichen“ können…. Los geht es!!

Ausstattung, Aufstellung und Technik

Wir beginnen mit dem Klassiker, dem Epson TW9400: In unserem legendären Video „Tear Down“ haben wir dem Vorgänger alle Geheimnisse seines Lichtweges und der Signalelektronik entlockt.

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Der optische Aufbau entspricht dem typischen LCD-Lichtweg: Das weiße Licht der Lampe wird durch dichroitische Spiegel in seine drei Grundfarben aufgeteilt und durch ein eigenes LCD moduliert. Ein Prisma führt die drei Einzelbilder wieder zusammen zu einem gemeinsamen Farbbild.

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Der Vorteil dieses 3Chip- Aufbaus liegt in der echten Farbmischung frei von Regenbogeneffekten und einer sehr guten Lichtausbeute. Epson bewirbt die Lichtleistung mit einem echten „Color Light Output“ von 2600 Lumen.

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Einer der klassischen Nachteile dieses Aufbaus ist aber zweifelsohne die Kühlung: Da die LCDs wie kleine Dias durchleuchtet werden und auf nur ein bis zwei Quadratzentimetern auch Licht blockieren (= in Wärme umwandeln), müssen sie aktiv mit einem starken Luftzug gekühlt werden, der direkt durch die „Sichtfläche“ weht. Die dafür notwendige Kühlluft wird von außen angesaugt und des feinen Staubfilters des TW9400 schummelt sich im Laufe der Zeit doch immer wieder „Feinstaub“ in den Beamer und setzt sich im ungünstigen Fall auf eines der drei LCDs. Dort sorgt es dann für subtile, aber wahrnehmbare helle Flecken in Schwarz, was bei dunklen Filmszenen auffallen kann. Staub entfernen kann nur der Serie (innerhalb der Garantie) oder der versierte Händler oder DIY Bastler. Nicht Technikern ist von der Selbstreinigung nachdrücklich abzuraten, denn schnell hat ein Beamer Schaden genommen.

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Der BenQ W5700 auf der anderen Seite beinhaltet den klassischen Single Chip DLP Lichtweg. Bei diesem wird das weiße Licht der Lampe durch ein Farbrad nacheinander in seine drei Grundfarben aufgeteilt und jede dieser Grundfarben von ein und demselben Chip in der Helligkeit moduliert.

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Möglich wird dies durch die extrem schnellen Umschaltzeiten der mikroskopisch kleinen DLP Spiegel: Obwohl ein Single Chip DLP Projektor nur einen Chip für alle drei Farben nutzt, hat er eine wesentlich schnellerer Ansprechzeit, als ein LCD (mit dem eine Single Chip Lösung daher kaum möglich wäre). In der Schärfe bringt die Single Chip Technologie Vorteile, denn hier muss keine Konvergenz dreier Panels erfolgen, Farbsäume können durch den Chip nicht entstehen. Die sequentielle Farberzeugung hingegen birgt den Nachteil, dass die Farbmischung erst durch die Trägheit unserer Augen entsteht. Empfindliche Augen sind aber nicht „träge“ genug und gelegentliches bunte Farbblitzer können wahrgenommen werden, on Fachleuten Regenbogeneffekt genannt.

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Der BenQ W5700 nutzt ein RGBRGB Farbrad, was die Farbfrequenz verdoppelt, denn pro Umdrehung wird die RGB Sequenz bei gleicher Drehzahl zweimal durchlaufen. Dies ergibt zusammen mit der Farbrad Drehgeschwindigkeit von 7200UPM eine vier bis fünffache RGB Frequenz von 240 / 250Hz. Das alleine ist aber noch nicht hinreichend für den Regenbogeneffekt, denn er wird auch durch die Lampen / DMD Chip Steuerung in den Farbsegment Übergangszeiten mit beeinflusst.

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Im theoretischen „Idealfall“ wird während der Übergangszeit (b) kein Bild projiziert, was gegenüber 3LCD Lichtverlust bedeutet. Durch ein geschicktes Pulsen der Lampe und des DMDs gelingt es modernen DLP Beamer aber, den Lichtverlust und den RBE Effekt zu minimieren, ohne dass die Farbbalance aus den Fugen gerät. Im Ergebnis ist der BenQ W5700 sicherlich nicht völlig frei vom RBE Effekt, aber dieser liegt für die meisten Augen in einem sehr unauffälligen Bereich, der als nicht störend wahrgenommen wird. Dies war auch das Feedback viele Heimkino-Enthusiasten, die auf unserem großen BenQ Shootout in Bochum teilgenommen haben.

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Stichwort: Color Light Output

Epson bewirbt seine 3LCD Projektoren bewusst mit „Color Light Output“ und will damit darauf aufmerksam machen, dass durch die rein additive Farbmischung mehr Helligkeit in den Grundfarben erzielt wird, als bei einem DLP gleicher Lumen-Angabe.  Dadurch wird der Color Light Output ausschließlich mit den drei Grundfarben gemessen und diese dann addiert, statt mit einem Weißbild zu messen.

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Das leuchtet zwar ein, denn laut Videostandard werden alle Helligkeiten durch RGB Mischungen erzeugt, doch moderne DLP Projektoren erzeugen durch oben erwähnte geschickte Beleuchtungstimings bei den Farbsegment-Übergangszeiten auch die Sekundärfarben Zyan, Gelb und Magenta, die durch eine leistungsfähiges internes Colour Management ebenfalls für die Farbbilderzeugung genutzt werden.

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Die Übergangszeiten zwischen den Segmenten
addieren sich zu den Sekundärfarben

Bei reiner RGB Helligkeitsmessung, werden diese Farbreserven unterschlagen, weshalb auch der Color Light Output nicht für eine vergleichbare Helligkeitsmessung sorgt.  Auf dieses Thema gehen wir im Laufe des Bildtestes noch genauer ein.

Zurück zu unserem DLP Lichtweg: Der eigentliche DMD Chip (Digital Mirror Device), arbeitet, wie der Name schon sagt, vollreflektiv, wie ein Spiegel. Er wird nicht durchleuchtet, (wie ein LCD) und kann deshalb von der Rückseite passiv gekühlt werden. Damit wird die Kühlluft vom Chip ferngehalten und das Staubrisiko minimiert.

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Im Falle des BenQ W5700 ist die DMD-Kammer mit einer Gummidichtung hermetisch abgeriegelt und so ist keinerlei Staubproblem wie beim Epson TW9400 zu erwarten.

Duell-Punkt: BenQ W5700
Der W5700 gewinnt das erste Duell, denn in Sachen Staubschutz ist er konstruktionsbedingt sicherer, als das offene LCD Prinzip.

Doch Staubsicherheit ist nur ein Aspekt einer Belüftung, sie sollte auch leise sein, um den Filmton auch in ruhigen Szenen nicht zu stören. Hier ist der BenQ konstruktionsbedingt im Nachteil, denn in ihm dreht sich neben den Lüftern auch das 7200upm Farbrad, das eine zusätzliche Geräuschquelle darstellt. Im Eco Modus sind beide Modelle leise genug und im hohen Modus eher störend, aber der Epson bietet im mittleren Modus mehr Helligkeit bei leiserer Belüftung und kann daher das Duell für sich entscheiden:

Duell Punkt: Epson TW9400!
Der TW9400 verfügt über größere Lüfter und gleich drei Lampenmodi. Auch wenn er ebenfalls kein Leisewunder ist, bietet er hier mehr Flexibilität. Beim W5700 muss man sich zwischen Ruhe (Eco) und Licht (Normal) entscheiden. Allerdings ist auch er insgesamt kein lauter Beamer.

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Beide Beamer werden als „4K“ Geräte beworben, was eigentlich eine native Auflösung von rund 8 Megapixeln voraussetzt.  Tatsächlich handelt es ich aber bei beiden Modellen aber um native FullHD Beamer, die ihre Pixelzahl durch ein so genanntes „Pixel Shifting“ erhöhen.

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Das „Shiften“ erfolgt durch ein optisches Glas, das durch seinen Brechungsfaktor und gleichzeitiges horizontales und vertikales Kippen die Pixel auf der Leinwand „verschieben“ kann.

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Auch wenn die Technik zunächst gleich erscheint, so arbeitet sie doch bei beiden Modellen unterschiedlich. Die Epson Variante (oben) kennt nur zwei Zustände und verdoppelt die Pixelzahl lediglich auf 4 Megapixel. Von 4K bzw. UHD mit acht Megapixeln kann daher keine Rede sein, es ist vielmehr 2x FullHD.

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Aktiviert man das Pixel-Shifting, so werden zusätzliche Pixel
in die dunklen Lücken gespiegelt

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Doch immerhin passen die gespiegelten Pixel genau in die Lücken zwischen den anderen Pixeln, der niedrigen Füllratevon nur rund 50%  (Anteil der durch Pixel gefüllten Fläche, der Rest ist sind schwarze Trennlinien). Die Auflösungsverdopplung ist daher immerhin „echt“.

Die BenQ Variante des Pixel-Shiftes kann schneller und horizontal / vertikal getrennt angesteuert werden. Zusammen mit der schnelleren Reaktionszeit des DMD Chips können die Pixel gleich 4mal geshiftet werden, die Pixelzahl also auf volle 8 Megapixel vervierfacht werden. Daher kann BenQ den W5700 auch mit „UHD“ bewerben.

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Auch wenn das BenQ System rechnerisch zu mehr Pixeln führt, ob es wirklich besser ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Denn im Gegensatz zum TW9400 passen die zusätzlichen Pixel nicht in die Lücken zwischen den anderen Pixeln, sondern überlagern sich größtenteils. Und durch diese Überlagerung geht wiederum ein Teil der gewonnenen Auflösung verloren, eine genaue, realistische Netto-Pixelzahl kann hier nicht ermittelt werden. Auf theoretischer Seite können wir daher an dieser Stelle keinen Gewinner küren und verschieben dies auf unseren Praxis-Bildtest weiter unten.

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Beide Projektoren werden mit 100% DCI Farbraum beworben, was für einen Beamer ein sehr schweres Unterfangen darstellt, denn der DCI Farbraum verlangt nach besonders reinen Grundfarben, was bei UHP-Lampenbasierenden Projektoren nur durch eine sehr lichtschluckende Farbfilterung erzielt werden kann.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_26DCI Filter des Epson TW9400
(Anfang des Lichtweges)

Der Epson filtert alle Farbtöne durch einen einzigen Kombi-Farbfilter am Anfang des Lichtweges, der sowohl Grün, als auch Rot, als auch Blau „reiner“ macht. Blau wäre dabei gar nicht notwendig, denn das DCI Blau ist tatsächlich nicht intensiver, als herkömmliches SDR Blau. Dieser Kombifilter erfüllt zwar messtechnisch seinen Zweck, doch die Farbreinheit geht mit einem starken Lichtverlust einher (siehe Bildtest). Als optimal ist diese Lösung daher nicht einzuordnen.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_27DCI Filter des BenQ W5700
(in der DMD Kammer)

Auch BenQ setzt auf einen DCI Filter zur Filterung von reinen Farbtönen. Auch wenn diese Filter beim W5700 nicht am Anfang des Lichtweges sitzt, sondern direkt vor dem DMD Chip, so ist das Prinzip ähnlich. Der Filter filtert alle Farben gleichzeitig und geht mit einem starken Lichtverlust einher. Wie bei der Schärfe können wir hier daher noch keinen konstruktionsbedingten Sieger küren, dieses Duell entscheidet sich erst im Bildtest.

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Soweit der optische Block beider Modelle mit ihren individuellen Besonderheiten, bleibt in Sachen „innerer Werte“ die Signalelektronik zu vergleichen.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_29Signalplatine TW9400

Im Falle des TW9400 werden zwei HDMI 2.0 Schnittstellen geboten, die die für HDR / 4K notwendige Bandbreite von 18GBpS aufweisen und so auch bei 50/60Hz voll HDR tauglich bleiben. Dies gilt übrigens nur für den Kabelweg, die Wireless Funkverbindung des TW9400W bietet weiterhin nur 8GBps und ist daher nur bei 24Hz Spielfilmen HDR tauglich.

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Nicht auf dem neuesten Stand der Technik ist der Epson eigene Signalprozessor in Sachen Zwischenbildberechnung: Sie steht bei 4K Zuspielung nicht zur Verfügung. Das bedeutet, dass man 4K / HDR Spielfilme nur mit dem typischen 24p Kinoruckeln betrachten  kann. Filmpuristen wird dies nicht stören, doch Fans von scharfen, weichen Bewegungen werden die „Frame Interpolation“ nicht missen wollen, Geschmacksfrage.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_31Signalplatine W5700

Auch die BenQ HDMI Schnittstellen verfügen über die notwendige 18GbpS Bandbreite, um voll HDR kompatibel in allen Frequenzen zu bleiben. Zusätzlich bietet der BenQ auch noch analoge Eingänge, eine USB Schnittstelle mitsamt eigenem Mediaplayer und eine 4K taugliche Zwischenbildberechnung.

Beide Projektoren unterstützen übrigens auch 3D Projektionen, was bei Heimkino-Beamern keine Selbstverständlichkeit mehr darstellt, mehr dazu im 3D Segment des Bildtests.

Duell Punkt: BenQ W5700!
Der BenQ kann den Vergleich „Anschlüsse & Signalverarbeitung“ für sich entscheiden, denn er bietet mehr Schnittstellen und eine 4K Zwischenbildberechnung. Dem Epson merkt man hier seine ältere Generation an.

Bevor der Heimkinospaß beginnen kann, muss ein Beamer noch installiert werden. Modelle dieser Preisklasse ziehen in den meisten Fällen in die heimischen Wohnzimmer ein und sollten daher möglichst flexibel positionierbar sein, um die Wohnlichkeit nicht zu sehr zu beeinträchtigen. „Der Beamer muss sich dem Raum anpassen und nicht umgekehrt“, lautet die Devise.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_32Mögliche Bildabstände des 
Epson TW9400

Der Epson EH-TW9400 ist in Sachen Aufstellungsflexibilität einzigartig: Er bietet einen extrem großen Zoombereich (1,x fach) und kann daher bei festgelegter Bildbreite im Projektionsabstand sehr variabel positioniert werden. Hinzu kommt ein sowohl horizontaler als auch vertikaler großzügiger Lensshift, der eine Positionierung außerhalb den optischen Achsen erlaubt.

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Mit dieser Kombination  lässt er sich in nahezu jedem Wohnzimmer genau da platzieren, wo er optisch am besten passt. Und damit noch nicht genug: Sowohl Objektiv als Lensshift sind voll motorisiert und können bequem per Fernbedienung justiert werden. Sogar ein „Lens Memory“ ist an Bord für den automatischen, optischen Formatwechsel bei Nutzung von Cinemascope Leinwänden.

Im Epson hat der BenQ W5700 daher eine starke Konkurrenz, zumal DLP Projektoren meist nicht mit Flexibilität glänzen, obwohl sie für die gängige Wohnzimmerinstallation so wichtig ist. Dies hat auch BenQ erkannt und dem BenQ einen guten (1,6 fachen) Zoom spendiert, der eine gute Raumanpassung im Abstand zulässt, aber nicht den immensen Spielraum des Epson erreicht.

BenQ-W5700_Epson-TW9400_34Projektionsabstände und Shiftspielraum des W5700
Bei 120Zoll Diagonale

Gleiches gilt für den Lensshift: Auch BenQ hat einen vertikalen und horizontalen Lensshift integriert, der die Flexibilität erhöht, aber der große Spielraum vom TW9400 wird nicht erreicht. Zudem sollte man es vermeiden den Zoom voll auszureizen, denn bei drei von uns gesichteten Testexemplaren nahm die Randschärfe bei voller Ausreizung deutlich ab.

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Vor allem der vertikale Lensshift lässt bei Überkopf-Decken-Montage etwas zu wünschen übrige, hohe Räume lassen sich nicht komplett ausgleichen, so dass man besser auf eine Regalaufstellung oder vertikal verstellbaren Deckenhalter ausweichen muss. Auch auf eine Motorisierung muss man verzichten, alles ist manuell am Gerät vorzunehmen. Vor allem der Lensshift ist dabei sehr hakelig und unpräzse, zum Glück erfolgt die Justage bei Festinstallation nur ein Mal.

Duell-Punkt: Epson TW9400!
Auch wenn der BenQ in Zoom und Lensshift besser dasteht, als die meisten anderen DLP-Beamer und er sich mit ein wenig Planung in den meisten Wohnräumen gut integrieren lässt, in Sachen Flexibiliät kann er dem Epson TW9400er nicht das Wasser reichen. Aber das kann im Grunde gar kein anderer Beamer im Heimkinosegment, Epson bleibt diesbezüglich die unangefochtene Referenz.

Abschließend noch zu den Äußerlichkeiten, die natürlich immer einer gewissen Subjektivität unterliegt. „Objektiv“ sind sich beide Modelle in den Proportionen und mit zentrierter Optik sehr ähnlich. Auch in der Farbe sind sie beide leider schwarz, beim W5700 alternativlos, beim TW9400 muss der Nutzer für das wohnzimmerfreundlichere weiße Gewand einen Aufpreis von €400.- Euro bezahlen, denn es kommt nur mit dem Funksender, auf den die meisten aufgrund der zu geringen Bandbreite verzichten können.

enQ-W5700_Epson-TW9400_45Epson: €400.- Euro Aufpreis für die weiße Variante
Der BenQ ist ausschließlich in schwarz erhältlich

Wir finden: Zu teuer! Unsere Empfehlung an beide Hersteller: Eine weiße Alternative anbieten oder die gesamte Produktion grundsätzlich auf weiß umstellen.

Zwischenfazit: Technik, Ausstattung und Aufstellung
Der Test startet vielversprechend: Der technische Aufbau des W5700 Chassis zeigt ein gutes Potenzial ohne gravierende Schwächen. Alle modernen Zuspiel- und Signalarten werden unterstützt und eine vollwertige 4K Zwischenbildberechnung ist mit an Bord. Großer Vorteil ist die Stabsicherheit Dank abgedichteter Projektionskammer, dafür gibt es bei der Aufstellung noch Verbesserungspotenzial.

Der Epson TW9400 glänzt mit den langjährigen LCD Tugenden wie Aufstellungsflexibiliät und moderater Lautstärke, lässt aber eine 4k Zwischenbildberechnung vermissen, was mittlerweile Standard sein sollte. Auch Staubanfälligkeit bleibt ein ungelöstes Problem der offenen Bauweise des Lichtweges.

Bedienung & gebotene Optionen

Während die Bedienung bei einem Projektor eher sekundär ist (meistens beschränkt sich die Nutzung im Alltag auf das Ein- und Ausschalten und Modi Wechsel), sind die gebotenen Bildoptionen umso wichtiger. Je mehr Einfluss der Anwender auf das Bild hat (Schärfe, Farben, Signalanpassung usw), desto besser kann das Bild optimiert / ausgereizt werden. Die Bildqualität kann also on den gebotenen Einstellmöglichkeiten profitieren. Doch nicht jeder Beamer-Käufer möchte Videotechnik studieren, um eine akzeptables Bildqualität auf der Leinwand zu erreichen, hier sind gute vorkalibrierte, selbsterklärende Werkspresets wichtig.  Der optimale Beamer hat demnach übersichtlich strukturierte Voreinstellungen (für den Einstieg) und zahlreiche Korrekturmöglichkeiten (für etwaige Optimierungen / Kalibrierungen).

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In Sachen Bildmenü ist man bei Epson konservativ: Seit über 10 Jahren hat sich an der Struktur nichts geändert, hier und da wurden die Optionen nu etwas umsortiert, um für mehr Übersicht zu sorgen.

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In Kombination mit der sehr guten Fernbedienung und ihrer ebenfalls sehr guten Reichweite, lässt sich der TW9400 schnell und zuverlässig bedienen. Für verschiedene Anwendungen (Spielfilme, TV usw.) sind verschiedene Presets an Bord, die nach Belieben verändert und in zahlreichen Speicherbänke gesichert und sogar individuell benannt werden können.

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Etwas verwirrend ist hingegen die HDR Konfiguration: Erkennt der Projektor, dass ein 4K / HDR Signal anliegt, so passt er seine Signalverarbeitung automatisch an, nutzt aber dieselben Presets, wie bei FullHD / SDR Zuspielung. Um Verwechslungen zu vermeiden, ist es empfehlenswert, die Modi für HDR neu zu speichern und entsprechend zu benennen. Ebenfalls nur mit Vorwissen verständlich: Der oben erläuterte Farbfilter für DCI kann nicht durch eine eigene Funktion für HDR (de)aktiviert werden, sondern ist an den jeweiligen Bildmodus gekoppelt. Manche Modi („Cinema“) fahren ihn ein, andere (z.B „Natürlich“) nicht, mehr dazu im Laufe des Bildtests.

enQ-W5700_Epson-TW9400_38HDR wird automatisch erkannt

Möchte man Kalibrieren / Bild optimieren zu seinem Hobby machen, bietet der TW9400 alle Optionen die das Herz begehren: RGB Regler für die Farbtemperatur, ein komplettes RGBCMY – Color Management und einen Gamma-Equalizer, der aber optisch leistungsfähiger aussieht, als er in der Praxis ist.

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Hinzu kommen diverse Regler für Schärfe, 4K Skalierung, Zwischenbildberechnung (nur bei FullHD) usw usw, alles in allem zeigt der TW9400 in Sachen Bildoptionen kaum Lücken. Vermisst werden hingegen zumindest rudimentäre Smart Features, der Projektor ist leider „dumb“ und immer auf eine externe Zuspielung angewiesen. In Anbetracht der Tatsache, dass die Anschlussseite einen USB Anschluss beinhaltet, wäre zumindest ein einfacher Medienplayer technisch möglich und wünschenswert.

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Auch die Bedienoberfläche des BenQ sieht ein wenig antiquiert aus, wie Epson setzt man hier auf alt bewährte Strukturen: In sechs Hauptkategorien befinden sich die Bildparameter, der Info Screen gibt Informationen zum eingespeisten Signal.

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Auch hier gibt es verschiedene Presets, die selbsterklärend benannt sind und nachträglich  verändert werden können. Im Gegensatz zum TW9400 können dieser aber nicht gesondert abgespeichert werden, sondern jede Änderung wird automatisch „gemerkt“. Zusätzlich gibt es auch einen „User“-Modus, der eine (leider nicht zehn wie bei Epson) Speicherbank darstellt.

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Spielt man ein 4K / HDR Signal zu, so wird dieses automatisch erkannt und der W5700 springt in das „HDR“-Preset. Auch hier steht nur dieses einzige Preset zur Verfügung, weitere können nicht abgespeichert werden. Dies ist bei HDR besonders hinderlich, da der Anwender evtl. verschiedene Presets (z.B. mit / ohne DCI Filter) benutzen will. Auf der positiven Seite wurde der DCI-Filter mit einer eigenen Funktion versehen (Wide Color) und kann direkt „auf Knopfdruck“ vom Anwender (de)aktiviert werden.

Erklärungsbedürftig ist auch der „Silence“ Modus: Hierhinter verbirgt sich nicht etwa ein besonders ruhiger Eco-Modus der Lampe, sondern das Abschalten des 4K-Pixelshiftes. Da das vibrierende Glas ein leises Summgeräusch erzeugt (bei beiden Projektoren), soll der „Silence“ Modus durch Deaktivieren den Beamer leiser machen. In der Praxis ist der Unterschied zwar kaum hörbar, aber der Projektor kann so auf FullHD „gezwungen“ werden, allerdings nur bei FullHD und 4K SDR Zuspielung, bei 4K HDR bleibt das Pixelshift fest aktiviert.

Für nachträgliche Kalibrierungen sind auch beim W5700 alle notwendigen Mittel an Bord: RGB Regler für die Farbtemperatur und ein vollständiges Color-Management, wie beim TW9400. Bei der Gamma Justage setzt BenQ klassich auf mehrere Zielwerte, was in der Praxis sogar besser sein kann, als der grobe Equalizer des TW9400, vorausgesetzt die vorgegebenen Werte werden auch messtechnisch erreicht (siehe Bildtest).

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Ein Vorteil des W5700 ist der eingebaute Mediaplayer, mit dem Videodaten direkt von einem USB-Stick abgespielt werden können. Damit ist der Projektor von Zuspielern bei Bedarf unabhängig. Bei der festen Wohnrauminstallation fällt der Vorteil hingegen wenig ins Gewicht, denn die meisten Zuspieler verfügen inzwischen über eigene Media Player und USB-Buchsen.

Beide Beamer verfügen übrigens über so genannte ISF-Speicher, auf die von zertifizierten ISF Kalibratoren zurück egriffen werden kann. Unsere Empfehlung: Auf die (teure) isf-Kalibrierung kann man verzichten, aber den Zugangscode sollte man dem Händler abringen, denn dadurch gewinnt man zwei weitere, „verriegelbare“ Speicherbänke.


Duell Punkte: Draw!

Das Rennen bleibt auch hier knapp: Beide Beamer zeigen ein ausgereiftes Bedienkonzept mit Bidparametern im Überfluss. Der TW9400 bietet ein besseres Speichersystem, dafür hat der W5700 einen integrierten Mediaplayer. Einen klaren Gewinner können wir an diese Stelle nicht ausmachen, weshalb wir in dieser Kategorie (Menüs und gebotene Optionen) ein „Unentschieden“ ausrufen. Erst im Bildtest wird sich zeigen, ob ein Projektor in seinen Einstellungsmöglichkeiten überlegen ist, was wir an entsprechenden Stellen noch mit Punkten belohnen werden.

Zwischenfazit:
Bis hierhin präsentieren sich beide Modelle als durchachte und vielseitige Heimkinoprojektoren, bei dem nicht nur der Gelegenheitsnutzer, sondern auch der versierte Perfektionist Berücksichtigung finden. Doch letztendlich entscheidend ist bei Beamern immer die Bildqualität auf der Leinwand, 

Bildqualität

Bildqualität

Nun kommen wir endlich zum Vergleich der Bildqualität. Hier entscheidet sich, welcher Projektor in welchen Aspekten die Nase vorn hat. Kann einer von beiden sogar das Rennen komplett für sich entscheiden? Wir geben die Antwort:

Helligkeit und Kontrast für  HDR und SDR

Über viele Jahre lag der Schwerpunkt in Sachen Bildplastizität auf Schwarzwert & Kontrast. Je dunkler der Schwarzwert und je höher der damit verbundene „On / Off“ Kontrast, desto besser der Heimkinobeamer. Diese aus heutiger Sicht etwas einfache Formel war der Tatsache geschuldet, dass Digitalprojektoren über viele Jahre hinweg gerade im Schwarzwert ihre größten Schwächen hatten, statt schwarz nur ein Grau projizieren konnten. Sieger war meistens die DLP-Fraktion, sowohl im Schwarzwert, als auch im Inbild (ANSI) Kontrast.

Doch das LCD Lager schlief nicht und es kam der 3D-Boom, der eine besonders hohe Helligkeitsleistung von den Beamern verlangt, da durch die Shutterprillen bis zu 85% Licht verloren ging. Hier gelang es der LCD Fraktion besonders gut, hohe Lichtleistungen (1500 Lumen und mehr) mit guten Kontrastwerten (5000:1 bis 7000:1) und somit auch guten Schwarzwerten zu kombinieren. Bei der DLP Fraktion zeigte sich hingegen schnell, dass sie hell und sehr gutes Schwarz nicht kombinieren können, die nativen Kontrastwerte sanken bei den nun erforderlichen lichtstarken Modellen.

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Besonders helle Beamer  haben meistens einen
grauen Schwarzwert

Und heute? Der 3D Boom ist zwar wieder abgeklungen und findet im Markt kaum noch Beachtung, wurde aber durch 4K mit HDR Standard abgelöst. Und dieser verspricht erneut eine Steigerung des Dynamikumfanges, diesmal nicht über den Schwarzwert, sondern über besonders hohe „Peak“ Helligkeiten, die die Wirklichkeit realistischer reproduzieren.

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Mit HDR werden Highlights heller und
Die Bilddynamik realistischer

Ursprünglich entwickelt für Fernseher, die als „Selbstleuchter“ auf kleiner Fläche technisch viel heller strahlen können, tun sich Projektoren mit großen Leinwänden schwer. In der Praxis hat sich bestätigt, dass HDR im Heimkino ab Leuchtdichten  von 75 bis 100nits (cd/m²) einen sichtbaren Vorteil bringt, wofür je nach Bildgröße Projektoren von 1200 bis 2000 Lumen notwendig sind. Wie schon bei 3D gilt: Je mehr Helligkeit ein Projektor realisieren kann, ohne  dabei im Schwarz zu grau zu werden, umso besser. Auch hier sind die Projektoren leider den TVs unterlegen.

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Beamer können nicht alle HDR Helligkeiten
angemessen abbilden

Das Wettrennen um den hellsten und kontraststärksten Beamer bleibt also auch nach 3D bestehen, zumindest bei 4K / HDR Beamern. Da beide Modelle aktiv als solche beworben werden, müssen sie sich auch an diesen Anforderungen messen lassen. Wer kann HDR besser?

Wir beginnen mit den Messdaten: In den technischen Daten der Werksangabe ist der Epson EH-TW9400 mit 2600 Lumen deutlich höher taxiert, als der BenQ W5700 mit 1800 Lumen. Die Werksangaben umschreiben grundsätzlich die maximal mögliche Lichtleistung ungeachtet der Farbkalibrierung. Entscheidend ist, was „netto“, sprich bei korrekter Farbwiedergabe, übrig bleibt. Betrachten wir zunächst die Messergebnisse des Epson TW9400, die inzwischen auf Dutzenden von Seriengeräten beruhen. Damit werden verfälschte Testergebnisse aufgrund eines besonders guten (oder schlechten) Testgerätes ausgeschlossen.

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Die maximale Helligkeit nähert sich der Werksangabe von 2600 Lumen erfreulich genau, allerdings ist diese hohe Lichtausbeute mit einem massiven Grünüberschuss verbunden, der eine natürliche Farbwiedergabe unmöglich macht. Wechselt man auf den werkskalibrierten „Natürlich“-Modus und korrigiert die Farbtemperatur weiter (vgl. Kapitel „Farben). So gehen im Serienschnitt rund 30% verloren und netto verbleiben im hohen Lampenmodus rund 1800 Lumen, was für einen Heimkinoprojektor dieser Preisklasse einen sehr guten Wert darstellt.

Auch im Kontrast bietet der Epson TW9400 vorzügliche Werte, zwischen 5000:1 und 6500:1 nativ sorgen für eine gute Balance aus Maximalhelligkeit und Schwarzwert. Mehr Leistung in Sachen Helligkeit und Kontrast bieten lediglich die LCOS Projektoren aus dem Hause JVC (D-ILA) oder Sony (SXRD), beide jedoch in deutlich höheren Preisklassen. Kritikwürdig ist hingegen die adaptive Lichtblende, die in Abhängigkeit vom Bildinhalt den Lichtstrom regelt und so Schwarzwert und Dynamikumfang weiter erhöht. Leider arbeitet die Mechanik deutlich hörbar und erzeugt klopfende bzw. knarrende Geräusche. Da die Blende zudem sehr langsam agiert bzw. Helligkeitspumpen (schneller Modus) erzeugt, raten wir von der Nutzung ab und haben sie hier nicht weiter berücksichtigt.

Tabelle_BenQ1

Soweit die Messwerte des TW9400, betrachten wir nun die des W5700: Auch er erreicht seine maximale Helligkeit im Dynamik / Vivid Modus bei nativer Farbtemperatur und übertrifft die Werksangabe (1800 Lumen) sogar um 30 Lumen, allerdings mit so einem starken Grünstich, dass dieser Modus für keine Anwendung, nicht einmal zum TV-Schauen, geeignet ist. Damit ist die Werksangabe rein theoretischer Natur. Aktiviert man die mittlere Farbtemperatur (Normal), so erhält man die praxistaugliche Helligkeit bei akkuratem Weißabgleich von rund 1000 bis 1310 Lumen. Diese Spanne ergibt sich nicht nur aus dem Zoom (er hat verhältnismäßig wenig Einfluss auf den Kontrast), sondern auch aus dem Einsatz der „Brilliant Color“ Funktion. Viele „Experten“ empfehlen pauschal, Zusatzfunktionen wir Brilliant Color zu deaktivieren, weil sie das Konzept der RGB-only-Mischung durchbricht (siehe Kapitel 1 Technik). In der Praxis bestätigen sich diese Bedenken allerdings nicht (vgl. Kapitel 1), im Gegenteil: Der Brilliant Color Modus hilft vor allem bei HDR, Highlights noch besser zu betonen.

Mit 1200 bis 1310 Lumen verfügt der W5700 nicht über dieselben Lichtreserven, wie der TW9400. Auch im nativen Kontrast ist er unterlegen: Zwischen 1000:1 und 1200:1 bewegt er sich, je nach Zoom und Briliant Color Wahl, nur ein Viertel. Dafür kontert er im dynamischen Kontrast: Auf der einen Seite verfügt er über eine dynamische Blende, die in ihrer Arbeitsweise in drei Stufen geregelt werden kann. Mit Ihr erreicht der W5700 einen Dynamikumfang von 2000:1 bis 6000:1, ohne starke Nebenwirkungen, aber auch nicht vollkommen frei davon. Auf der anderen Seite gibt es den Lampenmodus „SmartEco“, der nicht mit einer mechanischen Blende arbeitet, sondern die Lampe in Abhängigkeit vom Bildinhalt dimmt. Dies resultiert ebenfalls in einer Dynamikspreizung auf 6000:1 allerdings nicht framegenau (je länger eine dunkle Szene dauert, desto besser die Schwarzwertverbesserung), dafür ist der SmartEco Modus absolut unsichtbar (ohne jegliches Pumpen) und absolut geräuschlos. Je länger eine Szene also „dunkel“ ist, desto höher der Dynamikumfang. Im Ergebnis ist der Schwarzwert vergleichbar zum TW9400, die Maximalhelligkeit bleibt aber weiterhin  ca. 30% geringer.

Bild47

In Sachen Helligkeit und On/Off Kontrast hat der Epson also die Nase vorn, zu untersuchen bleibt der Inbildkontrast. Die bekannteste Größe ist der so genannte „ANSI“-Kontrast, der mit einem Schachbrettmuster ermittelt wird. Hier messen wir beim Epson TW9400 im Serienschnitt 380:1, leicht mehr als beim BenQ W5700 (360:1). Das Schachbrett-Testbild provoziert maximales Streulicht im Projektor und erzeugt so gleichsam den schlechtesten („Worst Case“) Inbildkontrast. Mit sinkendem Weiß-Anteil steigt der Inbild Kontrast, bis er maximal den vollen On/Off Kontrast des Projektors erreichen kann. Umschrieben wird das Verhältnis aus dunklen und hellen Partien mit dem Durchschnittswert „Average Display Luminance“. Aufgrund seines höheren nativen On/Off Kontrastes kann der TW9400 zumindest theoretisch einen höheren InbildKontrast in Bildern mit hohem Schwarzanteil erreichen.

Bild49c

Um praxisbezogen aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten, haben wir dies mit Realbildern untersucht. In obiger Konstellation erreicht der Epson TW9400 an markierten Messpunkten einen Inbildontrast von ca. 1140:1, der Benq W5700 hingegen 890:1. Optisch spreizt der Epson vor allem in den hellen Partien mehr Helligkeit. Doch auch der BenQ hat individuelle Stärken:

Bild51b

In diesem Bild mit hohem benachbarten „Hell-Anteil“, sehen wir vereinzelt dunkle Partien, die von hellen eingeschlossen sind. Hier einen hohen Kontrast zu halten, ist für einen Projektor besonders schwierig, da nicht nur Streulicht im Objektiv entsteht, sondern auch in den Panels (LCD / DMD) selbst. Letzteres ist höchstwahrscheinlich für den Kontrastabfall des TW9400 in den Messpunkten verantwortlich, er fällt in diesem Beispiel auf 200:1. Der BenQ TW5700 „rettet“ hingegen auch hier einen Kontrast von 330:1, zeigt also wenig Verlust.

Bild52

Durch „Halos“ zeigt der Epson TW9400 in den Übergangsbereichen (grüne Pfeile) weniger Inbildkontrast (220:1), als der BenQ W5700 (320:1). Das Maximum wird bei LCD nur in der klar abgegrenzten zentralen Zone erreicht (gelber Kreis).

Halos

Daraus lässt sich ableiten, dass der DLP Chip des W5700 weniger „Halos“ erzeugt, als der TW9400 (mit „Halos“ sind Aufhellungen / „Heiligenscheine“ um helle Objekte gemeint). Dies ist wenig überraschend, denn DLP Projektoren sind seit jeher besser in der Lage, starke Kontrastübergänge abzubilden, als LCD / LCOS Projektoren. Daraus resultiert neben mehr Plastizität in hellen Szenen auch ein höherer Pixelkontrast und mehr Randschärfe.

Soweit die Kontrastanalysen in Zahlen & Fotos, doch wie wirken sich die Ergebnisse nun auf die reale Qualität auf der Leinwand mit Film, TV und Spiel aus? Hier wird es noch komplexer, denn die Signalverarbeitung hat ebenfalls einen Einfluss:

SDR Wiedergabe

Wir beginnen mit der SDR Wiedergabe: Wichtig ist hierfür eine normkonforme Abstimmung der Helligkeitsverteilung (Gamma), was eine richtige „Belichtung“ gewährleistet. Für Beamer hat sich hier das klassische 2,2 bis 2,3 Gamma bewährt, das es die authentische Wiedergabe von Durchzeichnung, Bildhelligkeit und Kontrast gewährleistet.

Gamma_TW9400

Der Epson TW9400 bietet ein gut abgestimmtes Gamma ab Werk und überzeugt sowohl in Durchzeichnung, als auch Plastizität. Mit Hilfe das Gamma-Equalizers kann zudem gezielt auf bestimmte Helligkeitsbereiche zugegriffen und diese korrigiert werden.

Bild53

Auch der BenQ W2700 zeigt eine gute Abstimmung ab Werk, wenn die Pegel richtig abgestimmt sind. Lobenswert ist die Tatsache, dass die im Menü angegebenen Gammaanstiege (2.2 / 2.3 usw) in der Praxis messtechnisch eingehalten werden und so der Anwender unkompliziert die gewünschte Belichtung wählen kann.

W5700_Gamma

In der Gamma-Signalverarbeitung sind sich also beide Modelle ebenbürtig und so entscheiden alleine die optischen Eigenschaften: Hier kann der TW9400 sich mit seiner höheren Maximalhelligkeit und seinem höheren nativen Kontrast durchsetzen: Er wirkt in vielen Szenen einfach strahlender, als der W5700. Der BenQ konter dafür mit seinem höheren Inbildkontrast in hellen Inhalten, wie sie überwiegend bei Sport, TV und Spielen vorkommen. Dennoch:

Duell Punkt SDR: Epson EH-TW9400!
Auch wenn der BenQ in hellen Inhalten mehr Inbildkontrast halten kann, so geht der Punkt für den Bildkontrast bei SDR an den Epson: Seine höhere Helligkeit macht ihn flexibler und im wahrsten Sinne des Wortes „strahlender“ als der W5700.

HDR Wiedergabe

Mehr Helligkeit ohne Kontrasteinbußen, das klingt geradezu prädestiniert für die HDR Wiedergabe, hier wäre also auch der Epson TW9400 erwartungsgemäß im Vorteil, sollte man meinen. Doch die Praxis sieht tatsächlich anders aus. Grund dafür ist die Signalverarbeitung:

Bild54
HDR Regler des TW9400

Auch wenn der TW9400 in der HDR Wiedergabe überarbeitet wurde, so gelingt ihm nach wie vor keine volle Ausnutzung seiner Ressourcen. Das Bild auf der Leinwand ist zwar plastisch, aber es reizt vor allem die Helligkeit des Beamers nicht angemessen aus. Auch die Durchzeichnung in dunklen Bereichen könnte besser sein. Mit Hilfe des HDR Schiebe- oder Kontrast- Reglers lässt sich beides zwar erhöhen, doch darunter leider darunter auch die Bildplastizität, der „HDR Look“ geht verloren.

Bild55b

In Sachen HDR-Anpassung profitiert der W5700 von seiner neueren Signal-Generation: Durch eine intelligente HDR Anpassung nutzt er seine Resourcen wesentlich effektiver und steht trotz seiner geringeren Lichtleistung dem Epson in der durchschnittlichen Bildhelligkeit nicht nach, im Gegenteil: Durch seinen besseren Inbildkontrast in hellen Bereichen kann er in vielen Bildkonstellationen einen plastischeren Bildeindruck erreichen, als der Epson. Auch in dunklen Szenen zeigt er eine gute Durchzeichnung, ohne übertrieben aufzuhellen.

Bild55c

 

Duell Punkt HDR Kontrast: BenQ W5700!
Wie wichtig die Signalverarbeitung in Sachen HDR ist, zeigt der Vergleich auf ganzer Linie. Denn trotz geringerer Lichtleistung und geringeren Dynamikumfang ist der W5700 in der Summe nicht unterlegen, im Gegenteil!

 

Farbdarstellung HDTV und 4K DCI

Wem das Kapitel Kontrast und HDR schon verwirrend erschien, es wird jetzt nicht besser: Denn wie bei SDR und HDR gibt es auch in Sachen Farben inzwischen unterschiedliche Videostandards, die ein moderner Beamer am besten alle optimal abdecken sollte. Wie schwierig das ist , erkennt man daran, da selbst HighEnd Modelle diese schwierige „Hybrid“-Aufgabe nicht ohne Kompromisse erfüllen.

Bild56
Die wichtigen Farbräume im direkten Vergleich

 

HDTV (BT709) / sRGB Farbwiedergabe

Alle bisherigen Videostandards haben die Gemeinsamkeit, dass sie „abwärtskompatibel“ zu alten Display- / Projektionstechniken sind, die idR auf Phosphor basieren.  Vor allem in den letzten Jahren arbeiteten gehobene Heimkinoprojektoren farblich unter ihren Möglichkeiten, weil die Software nur auf den recht kleinen Farbraum 709 basiert, der sich im Umfang nicht groß von dem 50 Jahre alten PAL oder gar NTSC unterscheidet.

Bild57

Rot ist hier mehr „Holland Tomaten Orange“, Grün eher „Apfelgrün“, das schafft heutzutage beinahe jeder Heimkinobeamer, dementsprechend geben sich weder der W5700 noch der TW9400 hier eine Blöße:

Cie_Ep1
Beide Projektoren zeigen eine fast punktgenaue
Farbraumabdeckung
Cie_5700a

Beide Modelle zeigen eine sehr gute Abstimmung aller Primärfarben. Kalibrier-Fetischisten werden hier eventuell zwar noch durch eine Kalibrierung den Graphen „schönen“ können, aber von einer signifikanten Bildverbesserung kann nicht die Rede sein.

Cie_Ep2
Epson
Auch in geringeren Sättigungsgraden
zeigen beide Beamer akkurate Farben ab Werk
BenQ
Werk_CIEb

 

Nicht nur die Grundfarben selbst, auch die Sättigungen aller Farben sind in guten Toleranzen, ebenso die Farben in Abhängigkeit von der Helligkeit, wie unsere 3D-Farbraumanalysen zeigen.

Luminanzen

Lediglich in sehr niedrigen Helligkeitsstufen sind gewisse Farbtoleranzen zu verzeichnen, sie beinträchtigen die Farbgenauigkeit insgesamt nicht. Der Farbraum alleine gewährt allerdings noch keine akkurate Farbdarstellung, die Farbmischung / der Weißabgleich müssen ebenfalls auf die von der Norm vorgegebene Farbtemperatur von D65 abgestimmt sein.

TW9400_RGB

Beide Projektoren sind in der Farbtemperatur
sehr gut auf die Norm geeicht (SDR)

W5700_RGB

Auch hier zeigen beider Projektoren für SDR eine gute Werksabstimmung, die eine neutrale Farbreproduktion erlaubt und kaum größer ist, als die Messtoleranzen günstiger Sensoren. Hier muss man also ebenfalls nicht Hand anlegen.

Delta_SDR
DeltaE Analyse der Farbpalette

Dementsprechend gut fällt unser Praxistest aus: Abgesehen von den Abweichungen in dunklen Farbtönen nahe an Schwarz werden alle Nuancen adäquat reproduziert.

Delta_SDR2

Auch Analysen von Realszenen zeigen, sowohl Gesichts- as auch Naturfarben werden unverfälscht wieder gegeben, alles erscheit in Tönung und Sättigung so, wie beabsichtigt. Das ist wichtig für die Spielfilmwiedergabe, denn die Farben beeinflussen die Stimmung des Betrachters ebenso, wie die Begleitmusik (vgl Know How Artikel).

Duell Punkt Farbwiedergabe HDTV / SDR / BT709: Unentschieden!
Beide Modelle geben sich in Sachen herkömmlicher Farbwiedergabe keine Blöße und wurden in der Fabrik gewissenhaft kalibriert (bei BenQ sogar per Protokoll belegt). Beide Beamer erhalten daher in dieser Rubrik ein „Sehr gut“, es gibt keinen Gewinner oder Verlierer.

 

Farbwiedergabe DCI (UHD Premium)

So schön eine normgetreue HDTV Farbwiedergabe auch sein mag, leider erreicht sie in Bezug zum Kino-Original keine richtige Farbtreue, weil das Kino mit einem viel größeren Farbraum arbeitet. Durch modernde LED-Technologie sind aktuelle Fernseher aber in der Lage, eine ebenso großen Farbraum wie das Kino abzubilden, dem endlich mit einem neuen Videostandard „BT2020“ Rechnung getragen wurde: Er umschreibt einen maximal ausgeweiteten Farbraum, der auch die digitale Kinonorm DCI P3 beinhaltet.

Bild58

Für einen Beamer ist das Erreichen des Kinofarbraumes hingegen wesentlich schwieriger: Die LED-Quellen sind für helle Beamer noch nicht lichtstark genug, RGB-Laser sind noch zu teuer. Da bleibt in dieser Preisklasse nichts anderes übrig, als besonders reine Grundfarben per Farbfilter aus dem Lampenspektrum zu filtern. Wie bereits im Technikteil gezeigt, verfügen beide Modelle über einen solchen Filter:

Tabelle3

Der Nachteil: Diese Art der Farbfilterung kostet viel Licht: Aktiviert man entsprechende Modi, so fällt die Lichtleistung beider Geräte auf 700 bis 800 Lumen, der TW9400 verliert seinen Lichtvorteil gänzlich.

DCI_BenQ1

In Sachen Farbraum liegen die beiden Modelle mit aktiviertem Filter ebenfalls gleichauf und decken wie versprochen den DCI Farbraum voll ab (100% können mit Feintuning erreicht werden). Wie bei SDR wird hier eine gute Abstimmung ab Werk geboten.  (Anmerkung: Obige Ergebnisse beziehen sich auf die Werkseinstellungen des BenQ mit ursprünglicher Firmware. Manche Modelle mit nachträglichem FW-Update müssen in Blau und grün nachkalibriert werden).

DCI_BenQ2
Farbraumanalyse
BenQ W5700

Auch die  Farbtemperatur / Weißabgleich muss auf den zusätzlichen Farbfilter abgeglichen werden, was beim W5700 gut gelungen ist. Ab Werk bietet er eine normkonforme Farbtemperatur, auch mit eingeschwenktem Filter. Anders sieht es beim Epson aus: Sein 6500K Preset passt sich nicht an dem rosa getöntem DCI Filter an, dementsprechend verschiebt sich die Farbtemperatur beim TW9400 in Richtung Magenta mit entsprechenden Auswirkungen auf die Farbdarstellung.

Dci_Epson1
Der DCI Filter des Epson TW9400
verfremdet Farbtemperatur und Farbdarstellung,
muss daher kalibriert werden

Eine Nachkalibrierung ist im Falle der DCI-Nutzung zwingend erforderlich, was man beim Kaum berücksichtigen sollte. Erst danach erscheinen alle Farbtöne so, wie es die Norm vorschreibt.

Dci_Epson2
Mit Kalibrierung passen auch 
beim TW9400 alle Farbnuancen

Doch so schön obige Farbdiagramme auch aussehen, in der Praxis, sprich bei der Live Sichtung auf der Leinwand, fällt der Seheindruck weit hinter den Erwatungen zurück. Der Grund ist der hohe Lichtverlust: 700+ Lumen netto reichen nicht aus, um HDR mit DCI Farbraum glaubwürdig hell abzubilden. Der hohe Lichtverlust bewirkt ein subjektives Verblassen der Farben, weil unser Sehempfinden für eine starke Farbsättigung auch auf eine hohe Lichtleistung angewiesen ist. Mit anderen Worten: Trotz erweiterten Farbraumes sehen die 100% DCI Modi beider Beamer blasser aus, als die herkömmlichen 709 Modi. Wir empfehlen den DCI Modus daher nur für Bildbreiten unter 2 Meter.

Bild59

Ohne DCI Modus bleibt beim Epson nur das Ausweichen auf den nativen Farbraum ohne DCI Filter, der bei der Wahl des Dynamikmodus projiziert wird. Aufgrund eines massiven Grünstiches (das Lampenlicht wird im Dynamikmodus farblich nicht korrigiert), ist eine nachträgliche Farbkorrektur / Kalibrierung hier zwingend erforderlich. Im Ergebnis ist der Farbraum leicht erweitert und gewährleistet eine helle farbintensive DCI Projektion, die aber in intensiven Rot & Goldtönen ihr Soll nicht erreicht.

Dci_Epson4
Mehr Licht:
„Getweakter“ Dynamik-Modus des Epson

für DCI Inhalte

Weiter gedacht haben hier die BenQ Ingenieure: Sie haben sich offensichtlich an HighEnd Modellen von JVC (X-Serie) und Sony (VW-Serie) orientiert, denn auch ohne DCI Filter zeigt der native Farbraum eine annähernd 100%ige Abdeckung von Rot und eine gute Sättigung von Grün, das gegenüber dem DCI Soll nur etwas zu gelblich erscheint.

DCI_BenQ3
Mit etwas Tweaking deckt der BenQ W5700
Einen vorbildlich großen Teil des DCI Farbraum ab,
ganz ohne Filter und ohne Lichtverlust!

Mit einer anschließenden Optimierung ist es möglich, die meisten Farbtöne des DCI Raumes zu erreichen, lediglich in stark gesättigten Grüntönen verbleibt ein leichter Gelbstich. Dazu betrachten wir ein Beispiel:

Delta_Bsp

Obiges Bild beinhaltet vornehmlich Grün- und Rottöne, aber auch Gelb-, Blau- und Zyannuancen. Tatsächlich sind über 80,000(!) unterschiedliche Farbtöne vertreten, wie die Analyse zeigt:

Nuancen1
Alle Farbtöne des Beispielfotos
im Farbraum gekennzeichnet
Nuancen2

Die meisten dieser Farbtöne kann der W5700 auch ohne DCI-Filter adäquat reproduzieren, lediglich in kräftigen Grüntönen nehmen die Abweichungen zu, wie unsere DeltaE Analyse zeigt.

DeltaE3

Je kräftiger der Grünton, desto stärker die Abweichung. Bildet man die Abweichungen als Vektoren im Farbraum ab, so wird der Zusammenhang deutlich: Der ursprüngliche DCI Farbraum wird in den nativen Farbraum des W5700 „gezogen“.

DeltaE1

Farbraumtransformation in
der DeltaE Vektor-Analyse

DeltaE2

Dieser Kompromiss kann in der Praxis gerne in Kauf genommen werden, denn auf der Leinwand zeigt sich Dank des erweiterten Farbraumes und der vollen Helligkeit (über 1200 Lumen in Smart Eco) eine sehr gute Farbbrillanz mit erheblichen Stärken in Rot- und Goldtönen, die besonders häufig in DCI Filmen zur Geltung kommen.

Duell-Punkt DCI / UHD Premium: BenQ W5700!
Beide verfolgen den Ansatz der DCI Farbraumfilterung. Beide verlieren durch den Filter zu viel Licht, was die Praxistauglichkeit dieses Ansatzes stark einschränkt. Neben einer besseren Werksabstimmung bietet der W5700 allerdings noch einen erweiterten Farbraum ohne DCI Filter und ohne Lichtverlust, was ihn in dieser Kategorie klar zum Sieger macht.

 

Schärfe FullHD / 4K

Neben Kontrast, Helligkeit und Farben ist die Schärfe die dritte wichtige Hauptkategorie der Bildbeurteilung. Und auch hier haben sich verschiedene Standards über die Jahre entwickelt, von SD (PAL / NTSC) über HD (720p), über FullHD (1080p) bis hin zu UHD / 4K (2160p). Während die ersten beiden Standards im Heimkino quasi nicht mehr vorkommen (höchstens bei kostenfreiem Privatfernsehen), sollte ein gehobener Heimkinobeamer mindestens über die native FullHD Auflösung verfügen und zusätzlich zu dem hochauflösenden UHD kompatibel sein und effektiv darstellen können. Das Problem dabei: In der Preisklasse der W5700/TW9400 ist natives 4K/UHD leider noch Utopie, die Modelle müssen sich daher mit der Technik der Pixelspiegelung behelfen (vgl. Kapitel Technik).

Wie schon erläutert, verdoppelt das Epson 4K Enhancement die Auflösung lediglich auf die halbe UHD Auflösung, dafür passen die gespiegelten Pixel weitgehend in die Zwischenräume. Das BenQ System vervierfacht hingegen die Pixel auf die volle UHD Auflösung, dafür gibt es wesentlich mehr Überlappungen. Theoretisch lässt sich so kein Gewinner ermitteln, weshalb wir zum praxisnahen Realtest übergehen: Hochauflösende Fotos!

Schaerfe

Obiges Foto spielen wir sowohl in nativer FullHD Auflösung zu, als auch in voller UHD Auflösung. Das Projektionsergebnis lässt sich anschließend direkt mit dem Original vergleichen.

FullHD

Hier sehen wir die native FullHD Variante ohne jegliche Skalierung in der Nahaufnahme. Die grobe Pixelstruktur erlaubt keine klare Abbildung der vielen kleinen Details, alles wirkt im wahrsten Sinne des Wortes „verpixelt“. Beide Geräte zeigen hier identische Ergebnisse: Das Epson Objektiv bildet etwas schärfer ab, dafür zeigt der W5700 keine Konvergenzprobleme.

S_Eps1
TW9400
W2700
S_Ben1

Aktiviert man bei FullHD Zuspielung das 4K Enhancement, so skalieren beide Modelle die Auflösung hoch und projizieren mit Hilfe ihrer Pixel Shift Technologie. Dass auch herkömmliches FullHD Material davon profitiert, sieht man auf unseren Fotos: Konturen werden geglättet, Details klarer, das gesamte Bild wirkt analoger. Der BenQ hat hier bereits die Nase etwas vorn, ihm gelingt eine feinere Interpolation und Abbildung. Wenn man die Schärfe aber zu sehr anhebt, wirkt das Bild digital nachgeschärft.

Dieses Foto zeigt den Direktvergleich in voller Auflösung:
Vergleich

Oben: Das Original-Foto
Links unten: Die Projektion des BenQ W5700
Recht unten: Die Projektion des Epson EH-TW9400

Spielt man nun natives UHD zu, müssen beide Geräte ihre wahre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Hier zeigt sich selbst für das Laien-Auge, dass das BenQ / DLP System der Pixelvervierfachung mit Überlagerungen effektiver arbeitet, als das Epson / LCD System. Das Bild wirkt wesentlich detaillierter, hat keinerlei digitalen Look mehr und kommt viel näher an das 4K Original heran, so nah, dass der W5700 selbst nativen UHD Beamern auf den Fersen ist.

Hier profitiert der BenQ auch von seinem höheren Pixelkontrast, wie im Kapitel Kontrast bereits erläutert. Alles in allem kann man bei ihm wirklich von UHD Kompatibilität sprechen, auch wenn das Niveau von nativen 4K Beamern (wie der Sony VW oder JVC N Reihe) nicht erreicht wird.

Duell-Punkt Schärfe: BenQ W5700!
Beide Projektoren verfügen über einen optisch scharf abbildenden Lichtweg ohne Schwächen. Das Pixel-Vervielfältigungssystem des W5700 ist aber im Real-Ergebnis effektiver und auch die Schärfealgorithmen interpolieren genauer, als die Epson Variante. Hier zeigt sich, dass der TW9400 doch schon etwas in die Jahre gekommen ist.

 

Bewegungschärfe

In Sachen Schärfe ist die statische Detailabbildung wiederum nur die halbe Miete, denn fernab von Diashows betrachten wir mit einem Beamer laufende Filme, Sport, Shows, Spiele etc.. Sie alle sind gekennzeichnet von langsamen und schnellen Bewegungen und gerade bei letzteren zeigen viele Beamer ihre Schwächen: Verwischt das Bild zu stark in Bewegungen, leiden Schärfe und Detaildarstellung signifikant, der Vorteil der hohen Auflösung wird aufgehoben. So genannte 120Hz Zwischenbildberechnungen sollen hier Abhilfe schaffen. Wir haben daher alle relevanten Materialien / Frequenzen auf beiden Modellen verglichen:

24p Spielfimmaterial
Mit nur 24p Bildwiederholfrequenz liegen Spielfilme technisch tatsächlich noch auf dem Stand des 19. Jahrhunderts. Früher technisch unumgänglich wird auch heutzutage, teils aus Kostengründen, teils aus ideologischen Gründen, an der klassischen niedrigen Filmfrequenz von 24 Bildern / Sekunde mit den Nebenwirkungen des Ruckelns, der niedrigen Bewegungsschärfe und des Bildflimmerns, festgehalten. Gewöhnungseffekte über viele Jahre vermitteln den typischen „Kino-Look“, den viele nicht missen wollen. Andere wiederum empfinden das unnatürliche Ruckeln als störend und schwören auf Zwischenbildberechnungen mit Glättungsfaktor.

Bild60
24 Einzelfotos des Filmstreifens ergeben
eine Sekunde Bewegung

Nun sollte man glauben, eine so niedrige Bildwiederholfrequenz sollten moderne Heimkinobeamer vor keine große Herausforderung stellen, doch in der Vergangenheit gab es gerade hier oft Probleme: Da die Panels (LCD /DLP) oft mit festen Frequenzen von 50Hz / 60Hz/ 100Hz oder 120Hz angesteuert werden, gibt es nicht selten Adaptionsprobleme , denn nicht alle diese Frequenzen sind durch 24 teilbar. Abhilfe schafft oft ein so genannter „PullDown“, der aber mit noch stärkerem Ruckeln verbunden ist.

Bild61
Der 3:2 Rhythmus verstärkt das Bild-Ruckeln

Gerade die ersten Modelle mit DLP XPR 4K Shifttechnologie wie von Acer oder Optoma hatten und haben hier ihre Probleme, denn sie konnten nur Bewegungsabläufe von 50/60Hz ruckelfrei darstellen. Zum Glück wurde dies bei der dritten XPR Generation, die im BenQ W5700 verbaut ist, gelöst: Er verdoppelt die Bildfrequenz auf 48Hz und bildet so die Filmsequenz originalgetreu und dennoch mit einer sehr guten Bewegungsschärfe ab, ist somit „True 24p“ tauglich. Das Gleiche gilt für den TW9400, der 24p Material hervorragend gleichmäßig und bewegungsscharf abbildet. Hier gibt es keinen Gewinner.

Bild62
Eine Zwischenbildberechnung ergänzt
die fehlenden Bildinformationen

Anders sieht es aus, wenn man die Zwischenbildberechnung aktiviert: Hier hat die aktuelle Signalelektronik des Epson (seit dem TW9300)  leider einen signifikanten Rückschritt gegenüber den TW9200 und früheren Modellen gemacht: Auch im niedrigen Modus provoziert die „FrameInterpolation“ zahlreiche Artefakte oder gar Bildruckler und führt so eher zu einer Bildverschlechterung statt zu einer Verbesserung. In 4K ist sie schließlich gar nicht aktivierbar, was nicht mehr zeitgemäß ist. Besser schneidet hier der W5700 ab: Seine Zwischenbildberechnung arbeitet wesentlich zuverlässiger, lässt sich gut in drei Stufen „dosieren“ und sorgt auf Wunsch für flüssige Bewegungsabläufe auch bei 24p Ausgangsmaterial. Auf Referenz Niveau arbeitet sie allerdings nicht, auch hier und da sind MikroRuckler zu erkennen, die auf eine eventuelle Frequenzadaptierung schließen lassen. Die besten Ergebnisse erhalten wir mit der „mittleren“ Stellung, die den Filmlook bewahrt und die Bewegungsschärfe dennoch erhöht. Dies gilt auch bei 4K Zuspielung, denn die BenQ Zwischenbildberechnung ist voll UHD tauglich. In der Summe geht der W5700 bei 24p- Zuspielung als Sieger hervor.


50/60Hz Videomaterial

TV-Shows, Sportübertragungen, Videospiele, sie alle werden in der vollen Videofrequenz von 50Hz oder 60Hz übertragen, mehr also doppelt so viele Bilder, wie bei Spielfilmen. Dementsprechend flüssig und schärfer sind die Bewegungsabläufe auch ohne den Einsatz einer Zwischenbildberechnung, die Schärfe hängt hier in erster Linie von den Umschaltzeiten der Panels (LCD oder DLP) ab: Je schneller die Pixel „schalten“ desto höher fällt die mögliche Bewegungsschärfe aus.

Bild63
Je schneller ein Panel (LCD / DLP) „physikalisch“ umschaltet,
desto schärfer die Bewegungsabläufe
Bild64

Wie bei Spielfilmmaterial beginnen wir wieder ohne zugeschalteter Zwischenbildberechnung und auch hier sind die Ergebnisse ähnlich: Beide zeigen eine hohe Bewegungsschärfe, erreichen aber nicht den Referenzlevel der aktuellen SXRD Projektoren, will heißen: Ihre Umschaltzeiten bewirken leichte Schlierenbildung in schnellen Bewegungen. Insgesamt ist das Ergebnis mit „gut“ zu bewerten. Beim TW9400 verbietet sich das Zuschalten der FrameInterpolation wegen zu großer Artefaktbildung, aber auch beim W5700 hält sich der Schärfegewinn in Grenzen, so effektiv wie bei modernen TVs ist sie bei Beamern nicht.

Duell Punkt Bewegungsschärfe: BenQ W5700
Dieses Duell konnte der W5700 für sich entscheiden, weil seine Signalelektronik die bessere Schärfe mit leistungsfähiger und 4K tauglicher Zwischenbildberechnung bietet. Der TW9400 zeigt sich in dieser Hinsicht technisch veraltet.

 

3D Darstellung

Die 3D Ära wurde von den TV Herstellern (mal wieder) für beendet erklärt, doch bei Projektoren läuft sie vorerst weiter. Das ist auch gut, denn gerade in Verbindung mit dem großen Bild kann die 3D Darstellung erst ihre volle Wirkung entfalten. Dennoch wird auch bei Beamern mangels Nachfrage die Technik (leider) nicht mehr weiter entwickelt und verbleibt daher auf dem Stand von vor 3 Jahren.

Beide Modelle unterstützen 3D in allen Ausbaustufen (SBS, Top/Bottom / Framepacked). Der Epson TW9400 profitiert bei 3D von seiner hohen Lichtleistung, erstrecht wenn man den Dynamik Modus farblich auf die Brillen abstimmt. Dies hilft ungemein, denn durch die Shutterbrillen gehen rund 80% Helligkeit verloren. Brillen sind bei keinem der beiden Geräte im Lieferumfang enthalten.

Bild66

Die Ansteuerung erfolgt bei der Epson Variante über den gängigen RF (Funk) Standard, bei dem BenQ werden sie nach „DLP“-Link Standard über Lichtimpulse gesteuert.

Bild65

Bei der Brillenwahl hat der Käufer somit bei beiden Modellen auch fernab der originalen die freie Auswahl. In der Leuchtkraft kann der BenQ nicht mithalten, dafür zeigt er eine bessere Bildtrennung frei von „Ghosting“, unter dem der Epson stellenweise leidet. Beide Modelle bieten keine Zwischenbildberechnung für 3D (Epson Variante zu fehlerhaft, BenQ Variante gar nicht aktivierbar).

Duell Punkt 3D: Unentschieden!
Der TW9400 heller, der W5700 mit weniger Ghosting, hier können wir keinen klaren Gewinner küren

 

Fazit

Nach diesem umfangreichen Vergleichstest fassen wir die jeweiligen Vor- und Nachteile beider Modelle zusammen. Dies ist als tabellarische Darstellung unserer „Duell Punkte“ übersichtlich möglich, hier kann jeder Leser noch einmal die persönlich wichtigen Aspekte mit den jeweiligen Testkandidaten vergleichen:

Punkte

Durch diese Ergebnisse lassen sich beide Modelle gut charakterisieren:

Epson EH-TW9400

Epson ist seit rund zehn Jahren einer der erfolgreichsten Hersteller von Wohnzimmer-Allroundern mit LCD Technologie, dessen neuester Vertreter der TW9400 darstellt. Und auch er verkörpert diesen Typus in hervorragender Weise: Aufstellungsflexibel wie kein anderer Beamer am Markt, komfortabel ausgestattet, modern gestaltet, sein Chassis ist den Anforderungen in jeder Hinsicht gewachsen. Der Wohnraum, in dem ein TW9400 nicht installiert werden kann, muss gleichsam noch erfunden werden. In der Bildqualität setzt sich die Wohnraumoptimierung fort: Mit hohen Lichtreserven kann der TW9400 auch unter Restlichtbedingungen projizieren, mit einem hohen Kontrast gefällt er auch bei der abendlichen Spielfilmprojektion. In seinen Werksabstimmungen ist er dabei weitgehend vorbildlich, auch ohne aufwändige Kalibrierung.

Bild67

Mit dem neuen Chassis, das seit dem TW9300er zum Einsatz kommt, hat Epson seinen Wohnzimmerbeamer 4K tauglich gemacht. Der aktuellen 9400er Version gelingt es dabei, die Vorteile in Auflösung, Kontrast und Farben zu nutzen, aber in keinem dieser Bereiche gelingt ihr eine Referenz-Position. Alles in allem wird aber eine solide Leistung gezeigt, die zu gefallen weiß. Absolut nicht zeitgemäß ist die mangelhafte Zwischenbildberechnung ohne 4K Unterstützung. Der Epson EH-TW9400 ist allen zu empfehlen, die einen soliden Wohnzimmer Allrounder mit dem Schwerpunkt auf eine lichtstarke SDR Projektion legen, denn hier ist er kaum zu schlagen.

BenQ W5700

Der neuen BenQ Beamer nutzt eine andere Projektionstechnik (DLP statt LCD) und basiert auf einem wesentlich aktuelleren Chassis. Dies äußert sich vor allem in einer leistungsfähigeren Signalverarbeitung mit 4K Zwischenbildberechnung. Das XPR Pixelshift in dritter Generation hat die Kinderkrankheiten überwunden und verleiht dem W5700 bei UHD Zuspielung eine Detailschärfe, die sonst nur von HighEnd Modellen oder nativen UHD Projektoren geboten wird. Durch seine SingleChip DLP Technologie ohne Konvergenzverschiebung, zusammen mit einer durchdachten Farbfilterung und intelligenter HDR Signalanpassung, gelingt ihm eine UHD Premium Wiedergabe, die in dieser Preiskasse ihresgleichen sucht.

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Doch auch der W5700 zeigt DLP typischen Schwächen: In der Aufstellung ist er nicht so flexibel wie der TW9400  und bedarf daher einer guten Raumplanung vorab. Sein nativer Kontrast ist nur mäßig, so dass er auf eine dynamische Helligkeitsregelung angewiesen ist, die zum Glück leistungsfähig an Bord ist und sein Defizit im Schwarzwert weitgehend, aber nicht komplett, ausgleichen kann. In der Helligkeit wird für einen Heimkinobeamer guter Durchschnitt geboten, man sollte aber auf eine Abdunklung achten, denn gegen Fremdlicht setzt sich der W5700 nur schwer durch. „Last but not least“ zeigt er, wie alle farbradbasierenden DLP Beamer, einen leichten Regenbogeneffekt, der aber nur empfindliche Augen stören dürfte. Auf der Plus-Seite bietet er wiederum einen hervorragenden Staubschutz, den der TW9400 wegen seines offenen LCD-Lichtweges nicht bieten kann. Ebenfalls hervorragend sind seine Werksabstimmungen, die eine Nachkalibrierung überflüssig machen. Vor allem in hellen DCI Farben und der Schärfe (sowohl statisch als auch in Bewegungen) setzte er sich in diesem Vergleich klar durch. Auch mit herkömmlichem FullHD / SDR kommt er gut zurecht, bietet hier aber nicht die Flexibilität des lichtstarken Epson.  Der W5700 ist für all diejenigen die richtige Wahl, die den Schwerpunkt der Nutzung auf Filme, Serien und Spiele im UHD / HDR Standard setzen wollen und weniger auf den hellen Wohnzimmer-Allrounder.

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Dieses Special zeigt auch: Der „gute alte“ DLP vs. LCD Kampf ist wieder im Gange. Und wieder entscheidet der Geschmack: Das plastische DLP Bild mit der besonderen Schärfe, oder lieber die lichtstarke und „ruhige“ Charakteristik von LCD? Die Geschmäcker sind verschieden und damit auch die Wahl des persönlichen Favoriten. Wir empfehlen daher: Mit obigen Erkenntnissen aus dem Vergleichsspecial auf zu einem Fachhändler in Ihrer Nähe und persönlich live vergleichen. Viel Erfolg!